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Homeschooling


"Wie können wir den Kindern den Alltag beim Homeschooling erleichtern?" Dies werde ich fast täglich in der Praxis gefragt. Denn vielen Kindern fehlt natürlich auch die soziale Komponente aus dem Schulalltag. Die dauerhafte Konzentration, das Stillsitzen oder auch die Motivation die Aufgaben zu Ende zu bringen sorgt in vielen Familien für Streit und Frustration. Dieser wirkt sich wieder auf die komplette Lernsituation des Kindes aus.


Daher schaffen wir den Kindern die optimale Umgebung, um die Frustration zu vermeiden. Die Voraussetzung dafür ist: Routine zu schaffen. Diese darf für jede Familie anders aussehen.


Bevor wir mit dem Homeschooling starten wird der Arbeitsplatz eingerichtet. Dieser sollte ruhig und an die Körpergröße des Kindes angepasst werden. Denn wenn wir, als Erwachsene, am Küchentisch entspannt ein Buch lesen können, gilt das für die Kinder mit einem deutlich kleineren Körperbau nicht. Worauf sollten wir achten?



- Die Füße sollen auf dem Boden oder einem Trip Trap abgestellt werden können.

Der Raum sollte mit Tageslicht geflutet sein, am besten mit Blick aus dem

Fenster, um den Augen alle 20 Minuten eine Entspannung beim Blick in die Ferne zu

gönnen

- In „Harmon-Distanz“ lesen bzw. schreiben = die Faust wird an das Kinn gehalten, dort

wo der Ellbogen dieses Armes endet befindet sich die individuelle Lese- und

Schreibentfernung



- Ein Lese- und Schreibpult mit einem ca. 20° Winkel / wir richten uns direkt auf und

entlasten den Nackenbereich / zusätzlich wird die Schrift so etwas vergrößert und

erleichtert das Lesen



- Eine entspannte Stifthaltung



- PAUSEN + BEWEGUNG + MOTIVATION



Was mache ich denn in den Pausen mit den Kindern? Raus mit den Kindern, frische Luft und das Tageslicht laden die Akkus wieder richtig auf. Um diese Zeit noch zu nutzten regen wir das Sehen im Außenbereich wieder an. Denn vermehrt sehe ich zurzeit, evtl.. durch das Homeschooling, Homeoffice oder auch weiteren Faktoren, versteckte Innenschielwinkel, bedingt durch viele Möglichkeiten einer Einschränkung des funktionellen Sehens in Kombination mit eingeschränkten Augenbewegungen.

Dazu benötigt ihr einen Ball, am besten einen Tennis- oder Jonglierball. Euer Kind sucht sich einen Punkt in der Ferne, dieser wird mit den Augen während der Übung fixiert. Falls eine Brille getragen wird diese auch bei der Übung tragen. Der Ball wird in die rechte Hand gelegt. Wir arbeiten zuerst lateral, das heißt, das rechte Auge wird mit der rechten Hand bedient und das linke Auge mit der linken Hand. Das Kind wirft den Ball, vorsichtig und in kleiner Höhe, im Außenbereich des rechten Auges hoch und fängt diesen wieder auf. Das kann gern eine Minute lang wiederholt werden. Dann geht’s weiter mit der linken Hand und dem linken Auge. Wird der Ball präzise geworfen und auch wieder aufgefangen können wir die Übung steigern. Der Ball wird weiterhin geworfen und wieder aufgefangen. Doch zusätzlich werden dem Kind erst einzelne Buchstaben, später zusammenhängende Buchstaben die ein Wort ergeben, auf den Rücken gemalt. Sodass dieser Prozess des Reizes im Außenbereich durch das Werfen und Fangen des Balles ganz automatisch mit eingebunden wird.

Doch das wichtigste ist Spaß und Motivation bei der Sache! Denn am Anfang ist diese Übung eine große Herausforderung und gelingt nicht sofort, daher am Ball bleiben und individuell steigern.


Viel Spaß dabei!




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